Bau des neuen Schulgebäudes in Äthiopien

 

„Herzlichen Dank an alle, die mit ihren Spenden den Bau des Schülerwohnheims in Gublak in Äthiopien ermöglicht haben“,  so Dr. Günther Datz, Mitinitiator des kommunalen Projekts „1000 Schulen für die Welt“. 28 000 Euro, die in der Verwaltungsgemeinschaft Kirchweidach gesammelt werden konnten,  waren für das Hoffnungsprojekt genug, um Zukunft für viele Kinder bieten zu können.

Datz berichtet, dass mit Bildung schon im Vorschulalter, für die Kinder von vier bis sechs Jahren,  begonnen werden sollte. Daher geht das Engagement weiter. Aktuell sei man in Ohaba, im Westen Äthiopiens, dem ehemaligen Grenzland von Äthiopien und Sudan, dabei ein neues Vorschulgebäude zu errichten. Die Region ist eine der Ärmsten des Landes, aus der die Sklavenhändler der Jahrhundertwende ihre menschliche Ware bezogen.  Eine Gegend weitab der Zivilisation, ohne Strom, fließendes Wasser oder vernünftiger Zufahrtswege.

Das bisherige Gebäude, in dem bisher 100 Kinder betreut wurden, bestand aus einem Holzgeflecht und Dung und hielt der letzten Regenzeit nicht stand. Seitdem müssen die Kinder im Freien, im Schatten der Bäume, ungeschützt vor Tiere und Regen unterrichtet werden, berichtet Dr. Günther Datz. Es ist ein ebenerdiger Schulblock mit einer Gesamtfläche von 252 Quadratmetern, mit Mehrzweckraum, Gruppenräume, Büro und Materialraum geplant. Dafür werden Kosten von 38500 Euro fällig, so Datz. Glücklicherweise habe Missio München die Summe vorgestreckt. Bisher konnten dafür 11 000 Euro gesammelt werden, berichtet Sepp Rottenaicher.

Datz, der 2010 das afrikanische Land Äthiopien bereiste, hat erfahren, dass die Analphabetenquote im Land bei über 60 Prozent liege. Seitdem habe sich nichts wesentlich verbessert. Auch sei er im Distrikt Gumuz gewesen, wo diese Quote sogar bei über 90 Prozent liege. „Die Eltern können ihren Kinder nicht bei den Schularbeiten helfen. Es ist ja schon hier deutlich zu erkennen, wie Eltern in der derzeitigen Pandemiesituation mit dem Distanzunterricht an ihre Grenzen kommen. In Afrika, wo keiner der Erwachsenen Lesen und Schreiben kann, ist eine Hilfestellung in keinster Weise möglich“, erklärt der ehemalige Deutschlehrer, dem das Projekt sehr am Herzen liegt.

Datz erklärt weiter, dass alle Spenden dort ankommen wo sie hin sollen. Dafür garantiere auch Monsignore Wolfgang Huber, der Präsident des Bayerischen Missionswerkes, der aus Reit im Winkl stamme und Äthiopien noch vor zwei Jahren ausgiebig bereist habe. „Er war sogar in Ohaba und hat sich von der Situation überzeugt“, so Datz.

Das Projekt habe auf kommunaler Ebene großen Erfolg. „Wir bauen für Kinder in Afrika“ soll weiterhin ein gemeinschaftsstiftendes Projekt der Verwaltungsgemeinschaft Kirchweidach bleiben. „Es können sich Bürger, Vereine, Betriebe, Institutionen, Unternehmen und nicht zuletzt weitere Kommunen mit einer Spende beteiligen. Jeder Betrag ist willkommen“, regt der Feichtner Dr. Günther Datz, der stellvertretend für die Projektgruppe, bestehend aus Hans Michlbauer (Kirchweidach), Lothar Müller (Tyrlaching), Martin Poschner (Halsbach), sowie Karl Wittmann, Rosi Spielhofer, Martin Winklbauer und Sepp Rottenaicher spricht, an.

Spendenkonto:
Missio München, IBAN DE96 7509 0300 0800 0800 04
Verwendungszweck „1000 Schulen – Ohaba“