15.10.2022

Die erste Bohrung kann bald starten - Geothermie-Projekt „Kirchweidach II“ kommt voran 

Nachdem die Arbeiter am Geothermie-Bohrplatz neben der Halsbacher Waldbühne in den vergangenen Wochen eine Zufahrt gebaut, Erdreich abgetragen und auch sonst alles vorbereitet haben, haben sie jetzt damit begonnen, die Standrohre für die Bohrungen zu setzen. Diese werden gut 60 Meter tief in den Boden getrieben. 

Die Standrohre sind unter anderem notwendig, um das Grundwasser während der Geothermie-Bohrung zu schützen und um das Bohrloch abzudichten, damit dort keine Stoffe von außerhalb hineinfließen können. Im Anschluss soll die Bohranlage aus Kirchanschöring nach Halsbach gebracht werden. In Kirchanschöring hatte eine Geothermiebohrung nicht den gewünschten Erfolg gebracht, so dass die Anlage dort nicht mehr benötigt wird. Im März oder April, so hofft man in Kirchweidach, werden dann in Halsbach die ersten Pumpversuche stattfinden, wird dann dort zum ersten mal das Thermalwasser fließen. Erst dann wissen die Gesellschafter der Firma „Naturwärme Kirchweidach-Halsbach“ – Gemüsebau Steiner und die Gemeinde Kirchweidach – sicher, ob die Bohrung erfolgreich war, ob Kirchweidach II so viel Energie liefert, wie erwartet.

Auch der Bescheid für die bergrechtliche Aufsuchungserlaubnis für das Gebiet, in dem gebohrt werden soll, ist inzwischen in Kirchweidach eingetroffen. Dieser Bescheid ist wichtig für das Vorhaben, denn Erdwärme aus der Tiefengeothermie gilt in Deutschland als bergfreier Bodenschatz, wer sie gewinnen möchte, braucht die Genehmigung des Bergamts. Mit dieser Erlaubnis bekommt die „Naturwärme Kirchweidach-Halsbach“ das ausschließliche Recht zur Aufsuchung des Thermalwassers in diesem Gebiet, das im Wesentlichen innerhalb der Gemeindegrenzen von Halsbach und Burgkirchen liegt.

Aufgrund der Prognosen rechnen die Verantwortlichen damit, dass schon eine Bohrloch-Doublette genügt, um sowohl die Gewächshäuser von Gemüsebau Steiner als auch die Gemeinden Kirchweidach, Halsbach, Tyrlaching und Feichten mit Fernwärme zu versorgen. Mit einer zweiten Doublette könnten möglicherweise noch weitere Kommunen versorgt werden. 
Wie Moser betont, dient das Geothermieprojekt „Kirchweidach II“ in erster Linie der Gewinnung von Heizenergie für die Fernwärme. Ein Geothermiekraftwerk sei dort nicht geplant. 

Die Halsbacher Waldweihnacht werden die Bau- und Bohrarbeiten nicht beeinträchtigen. Während der Waldweihnacht finde auf der Baustelle keine Bohrtätigkeit statt. 

Die Rothirsche, die früher am jetzigen Bohrplatz ihr Gehege hatten durften "umziehen" und  haben jetzt ein neues Gehege.

Bohrplatz an der Waldweihnacht in Halsbach 

 

28.09.2022

Geothermie-Projekt "Kirchweidach II" gestartet

In den vergangenen Wochen wurde am ehemaligen Hirschgehege für das neue Geothermie-Projekt komplett umgegraben. Das Unternehmen Naturwärme Kirchweidach-Halsbach möchte dort heißes Wasser für ein Geothermie-Projekt fördern, mit dem dann die Gewächshäuser der Firma Steiner aber auch die Gemeinden Kirchweidach, Halsbach, Feichten und Tyrlaching mit Heizenergie versorgt werden sollen. 

Dies ist im Hinblick auf die derzeitige Energieversorgungsituation sicher eine gute Investition in die Zukunft. 

Foto: Spielhofer

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